Ehrenbürger, Kinderschänder? – Rufmord auf steirisch
Steirischer Bürgermeister seit Monaten von Jugendlichen diffamiert…
Ein besonders krasser Fall von Rufmord im Internet ereignet sich seit einiger Zeit in der Steiermark. Die Jugendgruppe “Wild Panthers”, bestehend aus Mitglieder einer ehemaligen politischen Jugendvereinigung, rückt den Pernegger Bürgermeister Andreas Graßberger seit Monaten ins schlechte Licht. Kinderschänder, Rassist, Veruntreuung lauten die Verleumdungen, freilich bisher ohne anerkannte Beweise.
Auf Unterlassung und Widerruf verklagt – doch Rufmord geht weiter
Obwohl sich Bürgermeister Graßberger bereits erfolgreich vor Gericht bemüht hat (der Betreiber der Website der Wild Panthers, der 18 jährige D. Doppelhofer, Spitzname: “Klana Doppi” wurde zu Unterlassung, Widerruf und zur Zahlung der Verfahrenskosten von 5324 Euro und 28 Cent verurteilt), geht die Hetzjagd munter weiter. Erneut ist zu lesen:
“Bürgermeister Grassberger …..(Anm: und andere Vertreter der Gemeinde) ….enttarnen ihre wahre Identität, diese nicht das Sozialdemokratische trägt , sondern eher eine Form von nationalsozialistischem Glauben besitzt.”
An anderen Stellen der Seite sind zudem Fotomontagen zu sehen, in denen der Bürgermeistern in Nazi-Uniform auftritt.
Der Funktionär der Wild Panthers gibt preis, was er nicht mag: unehrliche Menschen, Lügner, Kameradenschweine…..
Über die Motivation des Vereinsfunktionärs (Zitat Website Wild Panthers):
“Als ex. Obmann der Jungen Volkspartei Pernegg alias “JVP-Pernegg” sehe Ich mich weiterhin als kein Zustimmer der Politik des Andreas Grassberger , jedoch ist Vereinsangehörigkeit und Politische Fraktion ein großer Unterschied, sowie das Privatleben, deshalb sind die sehr hinterhältigen und feigen Atacken auf Vereine , bei diesen Ich Mitgliedschaft besitze ( zB. Feuerwehr, Panthers ..) und mein Leben von dieser Person einfach lächerlich und inkorrekt. Jeder , dieser unsere Zustimmung erhält ist in den Reihen der Panthers herzlichst willkommen . Panther Heil Kameraden ! ”
In einer Solidaritätskundgebung mit Fackelzug äußerten sich bereits Politiker aller Fraktionen und auch Bürger gegen die Verleumdung. Der mittlerweile verzweifelte Bürgermeister wandte sich erneut an die Medien, um den Fall aufzuzeigen.
Am 13. Februar 2009 brachte der ORF in der ZIB2 einen Beitrag zum Thema Cybermord und digital reputation management
zib2-13-2-2009-rufmord-im-web from Werenfried Ressl on Vimeo.
Schutz vor online-Rufmord?
Wie man sich gegen Rufmord im Internet schützen kann, hängt von der jeweiligen Situation ab.
Grundsätzlich gilt:
- Schnell handeln
- Beweise sichern
- ev. Anwalt informieren
- Plattformbetreiber, die schädigende Inhalte veröffentlichen um Entfernung dieser auffordern
Prävention: Digital Reputation Management
Präventiv muss man raten, sich einen guten Ruf im Internet vorsorglich aufzubauen. Etwa indem man sein soziales Netzwerk dazu nützt, derartig böswillige Anschläge von vorn herein verpuffen zu lassen. Auch im Hinblick auf die Präsenz in Suchmaschinen ist natürlich ein gefestigter Ruf über eine Person, manifestiert durch zahlreiche positive Einträge und Empfehlungen einer Person der beste Schutz vor dem Angriff auf seine digitale Reputation im Internet.
4 Kommentare »
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Ist es Rufmord – wenn vor einer nachweislich verurteilten Person – die sich im Internet nach der Haftentlassung – eine Seite aufbaut – warnt. Eine Betroffene.
Danke für Ihre Hilfe
Kommentar von sonja windisch — 6. Juni 2009 @ 13:21
Kommt auf die Seite drauf an….
Grundsätzlich sind nachweislich verurteilte Personen nach Ihrer Haftentlassung per se nicht vorzuverurteilen oder gar zu internet-rufmorden. Nach der Haftentlassung hat man normalerweise seine Schuld gebüßt. Vielleicht bringen Sie mehr Licht in die Sache? Gerne auch per E-Mail direkt.
Gruss
Werenfried Ressl
Kommentar von admin — 7. Juni 2009 @ 23:13
Naja !
Man muss gegen diesen Bericht und den ORF “Einspruch” einreichen, weil einerseits kein Rufmord stattgefunden hat , da NIE jemanden besonders nicht Herrn Grassberger aus Pernegg der Kinderschänder unterstellt wurde bzw. eine ähnliche Aussage getätigt wurde.
Der ORF führte mit Doppelhofer D. ein Interview über 2 Stunden und brachte dies im Gegensatz zum Diktator-Interview schon, deshalb empfinde ich dies als die härtere Ungerechtigkeit als den angeblichen Rufmord.
Ohne auszukennen einen rachsüchtigen untalentierten Politiker, dieser sich selbst zum Ehrenbürger macht unterstützen.. einfach lächerlich, was mir dazu noch einfällt ist unter der Gürtellinie und zu beschimpfend deshalb behalte ich meine weiteren Gedanken bei mir.
gezeichnet mfg.
die zweite Person, die im Text vorkommt (:
Kommentar von Dani D. — 29. August 2009 @ 17:32
Die härtere Ungerechtigkeit ist also, ein Interview nicht gesendet zu bekommen, als ein gerichtlich entschiedener Rufmord der beklagten Person/Jugendgruppe/Fraktion/Parteijugend/werauchimmerdasmachthandeltunmoralisch… ?
Ein sich selbst zum ehrenbürgermachender Bürgermeister ist arrogant und unsensibel, hat damit aber keiner Fliege was zu Leide getan, höchstens einer fragwürdig politisch beeinflussten, gekränkten politischen Bewegung. Das kann ich und wahrscheinlich der Rest der Welt leichter verkraften.
ps: auf die weiteren Gedanken wäre ich sehr neugierig, alleine um den Sprachgebrauch studieren zu können. Bitte enthalten Sie mir diese wertvollen Gedanken (aus wissenschaftlicher Sicht) nicht vor!
Kommentar von admin — 30. August 2009 @ 21:42