Face Search – Gesichtserkennung mit Tücken

Digital reputation management – Lesson 1: Beobachte dich selbst!

Bereits 2007 hat Google in seine Bildersuche heimlich eine Art “Gesichtserkennung” eingebaut. Auch andere Services bieten mittlerweile Suchabfragen nach Gesichtern an. Wie das funktioniert, anhand zweier Beispiele, die sich durchaus für die Beobachtung der eigenen digitalen Identität im Netz eignen.

Google Bildersuche mit Tücken

Eine Suche nach meinem Nachnamen in der Google Bildersuche ergibt zwar jede Menge Fotos von Personen, die so heissen, wie ich (http://images.google.com/images?q=Ressl), aber natürlich sind auch Bilder dabei, die keine Personen zeigen, etwa das Privatzimmer einer Familie Ressl http://www.webseiten.kraft-consulting.net/mauthausen/images/ressl.jpg

Will man nur Bilder von Personen mit dem eigenen Namen suchen, bietet sich an, den Suchparameter “&imgtype=face” anzuhängen, also http://images.google.com/images?q=Ressl&imgtype=face.
Seit einiger Zeit ist diese Funktion offiziell integriert, zu finden ist die Funktion auf der Bildersuche im linken Bereich, in dem man bei “Type” die Funktion “Face” als Filter benutzt…

Google – Face Search – Updated

face search update funktion - google

face search funktion - google

FaceSaerch – Google Bilder mit coolem Interface und Blogintegration…

Ein noch schöneres Interface und eine Möglichkeit, solche Suchabfragen auch ständig zu beobachten, bietet FACESAERCH an. Unter der ungewöhnlichen Domain www.facesaerch.com (mit AE, da die facesearch Domain schon vergeben ist…) wird man ebenfalls schnell zu seinem eigenen Namen fündig, auch auf Basis von Google Bildern…

Schön dabei ist auch die Möglichkeit, aus einer Suchabfrage ein “Widget” zu generieren, welches man auf anderen Webseiten einbauen kann. Das sieht dann so aus und beliefert eine Website mit der jeweils aktuellen Suchabfrage….

Control your visual identity on the Net

Damit steht der permanenten Beobachtung des eigenen Antlitzes nichts mehr im Wege und die Gefahr, dass jemand ein unerwünschtes Bild veröffentlicht, kann so mühelos und einfach verfolgt werden. So fällt Ihnen wahrscheinlich schneller auf, wenn ein Bild von Ihnen und mit Ihrem Namen erscheint, das Sie nicht wirklich veröffentlichen wollten (z.bsp. auf Partyseiten, etc..). Die Kontrolle über Ihre Identität im Netz wird somit einen Schritt einfacher.

Separating the signal from the noise…

Max. 140 Zeichen/Spam -
Twitter for marketing?

Kennen Sie das Twit? Twitta oder so ähnlich. Twitter! Ja – klar. Und was ich davon halte?
Meine gerade aktuelle Antwort: JEIN

Ritchie von http://blog.datenschmutz.net meint, mit Twitter u.a. folgendes erwirken zu können: Beziehungsanbahnung, Spamming, Ego-Schaufenster, Kommunikationstool und Echtzeit-Newsdienst…

Ich finde: JA, es macht schon Spaß, sich auf Facebook die teils persönlichen, um nicht zu sagen intimen Statements zu lesen, die Freunde gezielt, oder aus Fadesse absenden in die weite Welt. Jedoch bin ich von vielen oft peinlich berührt, weil sie mich eigentlich nichts angehen. Manche Freunde sind eben oft mitteilungsbedürftiger, als einem lieb ist.

Wild-Gadget-Phase bis 2010 – auch Twitter gehört dazu…

Grafik aus "Technolution" - Matthias Horx

Grafik aus "Technolution" - Matthias Horx

Ich finde deshalb: NEIN, es würde mir keinen Spaß bereiten, diese Nachrichten sogar zu abonnieren. Also eine willentliche Bejahung, alle Nachrichten, die jemand aussendet, egal welchen Inhalts, stets frisch mitgeteilt zu bekommen. Und genau darum geht es bei Twitter oder so. Freilich, wer ein Fan von Boris Becker ist und stets wissen möchte, wie die Lage in der Wäschekammer ist, der wollte stets up to date bleiben. Alleine – Boris Becker twittert meines Wissens nicht und Trendforscher Matthias Horx leider auch nicht. Dessen Nachrichten würde ich ev. schon gerne frisch serviert bekommen, auch weil ich wissen will, ob er mit seiner Prognose aus 2006 “Wir leben (….mit Web 2.0…)  noch bis 2010 in einer Wild-Gadget-Phase” Recht behält und dann endlich der digitale Lifestyle anfängt.

Bereits vor Monaten hat übrigens der leidenschaftliche PR-Blogger Klaus Eck 18 Thesen gegen Twitter verfasst, obwohl er noch 5 Monate vorher 30 “How to’s” für Twitter geschrieben hat…

http://klauseck.typepad.com/prblogger/2008/10/anti-twitter-th.html

Und die Welt – bzw. andere leidenschaftliche Twitterer entgegnen mit 18 Antworten auf Anti-Twitter Thesen: http://www.bessergehtsimmer.at/2008/10/18-antworten-auf-18-anti-twitter-thesen/

Wenn Sie keinen Tau haben und sich schnell ein Urteil bilden wollen, ist dieser Link vielleicht hilfreich:
http://www.howtousetwitterformarketingandpr.com/