Die Sache mit den Social Media Guidelines für Unternehmen

Social Media Guidelines & Policies für Firmen

Zunehmend gehen Firmen bzw. Unternehmen den Weg Richtung Social Media und sei es auch nur, um eine digitale Präsenz für ein Unternehmen zu sichern. Also reservieren Fa. Hinz und Kunz ihre Profile sukkzessive in den jeweiligen Social Media Channels und kommen in diesem Zuge zum ersten Mal drauf, dass sie bereits durch ihre Mitarbeiter und deren jeweilige curriculum vitae Profildaten längst präsent sind.

So weit, so gut, immerhin können Mitarbeiter ja gerne ihre jeweilige Jobpositionen listen, manchmal jedoch gibt es ein großes Erwachen, wenn in diesem Zusammenhang zum Unternehmen negative Stimmung verbreitet wird, ob von einem Mitarbeiter selbst (-> sofortiges Einschreiten, Pkt. 4 Checklist), oder als Feedback von anderen Usern (-> Schritte überlegen….)

Social Media Guidelines für Mitarbeiter

Social Media Guidelines für Mitarbeiter

Von der Social Media Policy zu SM-Guidelines

In jedem Fall ist es für Unternehmen höchste Zeit, sich einige grundlegende Gedanken über die Rolle von Social Media in Unternehmen (Facebook, Twitter, Xing, etc…) zu überlegen, angesichts der Tatsache, dass im Prinzip jeder Mitarbeiter zum (Für-)Sprecher oder (Ver-)Sprecher werden kann, mit potentiell unangenehmen Folgen. Daher wäre in etwa folgende Vorgangsweise bzw. Fragenstellung praktikabel.

Checklist – Social Media Guidelines für Unternehmen

1. Wie gehen wir mit unserem Leitbild angesichts sozialer Netzwerke im Web um, gibt es einen Verhaltenskodex, der auch für diese Medien anwendbar ist? Was erwarten wir in diesem Zusammenhang von unseren Mitarbeitern?

2. Welche Regeln gelten im Offline-Modus für geheime oder schützenswerte Informationen im Unternehmen? Haben Mitarbeiter auch verstanden, dass selbige auch für die Kommunikation in Online-Medien gelten?

3. Wollen wir, dass Mitarbeiter als Testimonials für ein Unternehmen, oder ein Produkt in Erscheinung treten? Wenn ja, wie soll dies aussehen, bzw. was ist überhaupt rechtlich zulässig? (s. Werberichtlinien, bzw. XING – Aufregung um Mitarbeiter als Models…)

4. Dürfen Mitarbeiter während der Arbeitszeit unbegrenzt im Web surfen? Wenn ja, welche Aktivitäten sollten sie im Netz während dieser Zeit (und von den trackbaren IP Ranges in Unternehmen) nicht durchführen? (z.Bsp. auf Foreneinträge unter Synonymen auftreten und ein Konkurrenzprodukt schlecht machen….)

5. Was passiert mit einem Account eines Mitarbeiters, sollte dieser auch einen unternehmensinternen Zweck dienen, für den Fall einer Auflösung der Zusammenarbeit?

6. Krisenplan – Sollte ein Mitarbeiter im Zusammenhang mit Online-Aktivitäten Probleme mit Kunden, Journalisten, Lieferanten, etc. bekommen, die er selbständig nicht lösen kann: Wen kann er, bzw. sollte er unmittelbar im Unternehmen kontaktieren?

7. Was passiert, bzw. welche Maßnahmen sind für Mitarbeiter erwartbar, wenn sie sich nicht an Regeln für die Verwendung von Social Media im Unternehmen halten? Sind diese Regeln transparent, lassen sich von vornherein zahlreiche Missglücke ausschließen, die durch unsachgemäße oder  unbewusste Handlungen entstehen.

“Facebook-Handbuch” für Mitarbeiter?

Es wäre sicher keine schlechte Idee, Mitarbeiter (bestehende und neu eintretende) daran zu erinnern, was für ein Unternehmen “schützenswerte Inhalte” bedeutet und dass diese natürlich auch nicht über soziale Netzwerke im Web verteilt werden dürfen….

Auf Facebook während der Arbeitszeit?

Es ist wohl klar: Mitarbeiter tun es, so oder so.
Deshalb ist die Unterstützung und Aufklärung von Mitarbeitern, wie sie das konstruktiv und akzeptabel erledigen, am fruchtbarsten.

UPDATE, 25.11.2010: Einen interessanten Beitrag zur Produktivitätssteigerung gibt es übrigens hier: http://blog.datenschmutz.net/2010-11/wie-facebook-uns-produktiver-macht/trackback/

Mitarbeiter bloggen für die Firma
Werden Mitarbeiter bewußt dazu eingesetzt, auf Firmenblogs, in markenrelevanten Foren und mit Firmenaccounts zu kommunizieren, ist Gefahr im Verzug, wenn es keine eindeutige Regelung beim Austritt von Mitarbeitern gibt. Diese Accounts mit den dazugehörigen Kontakten des Mitarbeiters sollten im Bedarfsfall und zuvor vereinbart übertragbar, oder stilllegbar sein. Also sollten Passwörter für beide zugänglich bleiben, bzw. muss sich ein Mitarbeiter dazu verpflichten, diese im Falle der Trennung bekannt zu geben.

1 Kommentar »

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