Link Exchange proposals? Was’n das?

Was tun, wenn Web Marketing Consultants Link Exchange (reziprokes Linking) von Websites anbieten?

Sie haben diese, oder ähnliche Nachrichten vielleicht schon mal in Ihrer Mailbox:

Hi, my name is…., I’m Web Marketing Consultant.
I’ve greatly enjoyed looking through your site www.xyz.com and I was wondering if you’d be interested in exchanging links with my website, which has a related subject. I can offer you a HOME PAGE link back from 2 of my Online Marketing websites which are:

http://hallelujah-jetzt.org/ with page rank 4
http://www.mister-proper-consulting.net/ with page rank 3

If you are interested, please send me the following details of your site:
TITLE:
URL:

I’ll add your link as soon as possible, in the next 24 hours. As soon as it’s ready, I’ll send you a confirmation email along with the information (TITLE and URL) regarding my site to placed at yours.

Die grundsätzliche Idee aus Sicht von Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization = SEO) ist, dass sich zwei Seitenbetreiber gegenseitig verlinken und somit Suchmaschinen gegenseitig als Referenz angeben. Das Prinzip von Google beruht eben stark auf diese Art von gegenseitigen Verknüpfungen, wie im echten Leben auch. Wer viele Kontakte hat, der wird hoch geschätzt (sprich: besser gelistet in den Suchergebnissen….).

Diese Taktik machen sich dann selbsternannte Marketing Consultants zu Nutze, um im Internet nach „Link-Opfern“ zu suchen und Ihnen Linkaustausch anzubieten. Das ist grundsätzlich nicht verwerflich, hat aber in den meisten Fällen einen versteckten Nutzen für die Initiatoren solcher Angebote. Daher ist Vorsicht angesagt und man sollte zumindest den folgenden Faktencheck machen:

Link Exchange proposals – Checklist

1. Websites des Anbieters inhaltlich checken, ob es sich nicht um schlichte Anhäufung von wertlosem Inhalt ohne Zusammenhang handelt.

2. Prüfen Sie die Seite, ob die Inhalte, die Sie auf der Seite sehen, auch von Google indiziert worden sind. Dies können Sie am besten tun, indem Sie in der Google Suchmaske „site:www.xyz.com“, also die Domain plus site: vorangestellt eingeben. Das Ergebnis sollte die selben Inhalte zeigen, die Sie auch auf der Website sehen. Sehr oft ist das nicht der Fall und es werden oftmals gezielt Inhalte für Link-Exchange Kampagnen auf die Startseite gestellt, obwohl die Seite im Hintergrund mit tausenden anderen, thematisch unzusammenhängenden Inhalten befüllt ist.

Whois - Domainauskunft

Whois - Domainauskunft

3. Whois Check: Geben Sie auf www.whois.net die Domain ein und prüfen Sie den Websitebetreiber. Wenn hier, wie im gegenständlichen Fall „Daniel Silva“, in der Avenida Los Dominicos Cdra 5 irgendwo in Peru als Domaininhaber für eine deutschsprachige Website geführt wird, können Sie getrost annehmen, dass hinter der ganzen Aktion etwas anderes, als ein seriöses Link-Tausch-Angebot steht.

Sedo Domain Reselling

Sedo Domain Reselling

Sodann – die freundliche Antwort retour können Sie sich getrost ersparen. Der Link wäre von Beginn an relativ wertlos, die die Seite in Kürze, wenn genügend „Opfer“ Links gesetzt haben, die Domain am freien Markt mit einem satten Gewinn verkauft wird. Eine Domain, auf welche schon tausende Links referenzieren, wird mitunter schon um ebensoviele Dollars verkauft. Für die Betreiber solcher Linkaufbaumethoden, die wahrscheinlich in Schwellenländern unter Ausnutzung minderjähriger Mailing-Arbeiter vollzogen wird, ein gutes Geschäft.

how the internet sees me & you!

Wie werde ich im Internet wahrgenommen?

Ergebnis zu "Werenfried Ressl"

Ergebnis einer Personensuche als künstlerische Web-Installation

Tolle Installation für die Darstellung des eigenen digitalen Rufes bzw. seiner Interessen…

Schön, mitverfolgen zu können, wie diese Auswertung entsteht, auch wenn das Ergebnis dann nicht ganz so aussagekräftig ist.

Link: Personas

Nach der Eingabe des Vor und Zunamen kann es los gehen; leider ohne Umlaute…

Die Idee stammt von Aaron Zinman

Sociable Media Group from the MIT Media Lab. It uses sophisticated natural language processing and the Internet to create a data portrait of one’s aggregated online identity. In short, Personas shows you how the Internet sees you.

Erste Schritte zum kostenlosen Webmonitoring

Video-Tutorial von salzburg.research zum Thema Webmonitoring

Ja, etwas „deutscher Ansatz“, aber kann man durchaus als Einstiegsvideolektüre zum Thema Online Reputation Monitoring empfehlen.

Markus, Mark & Schaffert, Sandra (2009). Webmonitoring aus Unternehmenssicht – Einsatzmöglichkeiten der Beobachtung und Analyse des Web 2.0. Vortrag beim Salzburg new Media Talk.

credits: Salzburg Research

Das Internet zum Vergessen auffordern?

Wie gelöschte Inhalte im Internet-Gedächtnis trotzdem auffindbar bleiben.

So mancher hat das „Internet Archives“ alias „Wayback Machine“ schon einmal genutzt. Das Service, welches als Non-Profit Unternehmen „universal access to all knowledge“ verspricht, wurde 1996 in San Francisco gegründet. Es ist DIE Internet Bibliothek schlechthin, mehr als 150 Milliarden Websites der vergangenen 15 Jahre sind dort angeblich gespeichert. Jedes Monat wird von jeder Website eine Version auf den großen Servern abgelegt und ist von JEDERMANN einsehbar. So weit, so gut.

Überholte digitale Identitäten – veraltete Inhalte – rufschädigende Inhalte auf ewig gespeichert?

Wayback - Explorer Internet Archive

Wayback - Explorer Internet Archive

Probleme können mit dem Internet-Gedächtnis aber in Fällen auftauchen, wenn etwa jemand eine Domain verkauft, unrichtige Inhalte zu einem gewissen Zeitpunkt veröffentlicht waren, oder – im schlimmsten Fall – strafrechtlich relevante Inhalte im Archiv immer noch auftauchen?

Zwei konkrete „Gedächtnis-Fälle“, die zum Problem werden könnten

1. Sie nehmen eine Homepage (mit urheberrechtlich geschützten Inhalten) aus dem Netz und stellen später fest, daß andere Webseiten diese Inhalte (aus dem Web-Archiv entnommen) verwenden. Wie könnten Sie die rechtswidrige Nutzung vorgehen? Es wird nicht leicht, denn wo ist ihr Original zu finden? wie können Sie nachweisen, wo die Inhalte gestohlen wurden?

2. Sie mussten – aus rechtlichen Gründen – (einstweilige Verfügung, Abmahnung, Gerichtsbeschluss) Inhalte aus Ihrer Website entfernen. Jedoch sind Sie noch immer im Webarchiv auffindbar. Das kann weiteren juristischen Ärger mit sich bringen, obwohl Sie bereits lt. Verfügung gehandelt haben.

Abhilfe: Kontrolle Ihrer digitaler Daten, Werke, Identität

Die Frage ist: Was kann man auf der eigenen Webdomain tun, um eine unerwünschte Archivierung von Inhalten zu unterbinden? Im Prinzip ist es ganz einfach. Man schließt einfach die Suchmaschine (Robot) des Internet Archives aus, die eigene Seite zu lesen.

Internet Archiv erfolgreich ausgeschlossen...

Internet Archiv erfolgreich ausgeschlossen...

Eine simple Anweisung in der sogenannten „robots.txt – Datei“, die sich meist in Ihrem Root Verzeichnis am Website-Server befindet, reicht dazu aus. Auch bis dato archivierte Inhalte können so entfernt werden. Dazu müssten sie in das Stammverzeichnis ihrer Seiten eine Textdatei mit Angaben für genau diesen Cawler von Web-Archiv (lediglich zwei Zeilen) hochladen. Robots suchen im Stammverzeichnis nach dieser Textdatei mit dem Dateinamen ‚robots.txt‘ und befolgen die dort notierten Anweisungen.

Robots.txt richtig konfigurieren (zum Ausschluss der Internet Suchmaschine auf Ihrem Server)

Der Robot mit dem Namen „ia_archiver“ wird durch die folgende Anweisung für alle Verzeichnisse ausgeschlossen:

User-agent: ia_archiver
Disallow: /

Für den Ausschluss einzelner Verzeichnisse nutzen Sie:

User-agent: ia_archiver
Disallow: /name-des-verzeichnisses-welches-ausgeschlossen-werden-soll

Es können unendlich viele Verzeichnisse, oder auch einzelne Dateien ausgeschlossen werden, beispielsweise ein Bild:

User-agent: ia_archiver
Disallow: /images/zu-entfernende-bilddatei.jpg

Diese zweizeilige Anweisung als Textdatei (ohne Formatierungen) speichern Sie

1. als ‚robots.txt‘ lokal als Datei ab (vorzüglich ein simpler Texteditor) und laden diese
2. mit ihrem FTP-Programm in das Stammverzeichnis hoch

Fertig.

Weitere Informationen und Hinweise zur Aufrechterhaltung einer „sauberen“ digitalen Identität, die eine eventuell Rufschädigung im Internet vermeiden hilft, finden Sie in meinen anderen Blogkategorien zum Thema:

->>  digital identity management und

->>  Suchmaschinenoptimierung

2X Real Time Reputation Monitoring

Tools & how to: „rep (reputation) monitoring“

Dass sich im Internet Gerüchte, Informationen oder Inhalte sehr schnell verbreiten lassen, ist hinlänglich bekannt. Auch in Österreich ist das Thema „digital reputation“ bzw. digitale Identität bereits relativ breit diskutiert.  (S)eine digital identity ist relevant, sobald Einträge bzw. Suchergebnisse im Web zu einem Begriff, einer Marke oder eines Namens auftauchen. Mit jedem einzelnen Eintrag bzw. membership bei einer community, einer social media Plattform (Facebook & co), einer Produkrezension entsteht, bzw. verbreitet sich durch „Sharing“ (weiterleitung bzw. multi-publishing) von Inhalten ein gewisser Ruf, eine Stimmung. Sei es positiv oder negativ, relevant ist es allemal.

Einfaches Monitoring in real time!

Neben zahlreichen professionellen Tools (s. unten) gibt es mittlerweile einige „real time Suchmaschinen“. Zwei interessante möchte ich hier vorstellen, weil sie gerade den Markt erobern bzw. unübersehbar sind.  Veröffentlicht jemand über Twitter oder Facebook einen repuations-relevanten Inhalt, so ist er in Sekundenbruchteilen auch über diese Suchmaschinen auffindbar.

1. The Ellerdale Project

Ellderdale nutz semantische Technologie um die Suchergebnisse zu verbessern. Statt keywords werden also ganze Themenkomplexe abgebildet.

Beispiel: Die Top 10 Filme derzeit im Kino:http://www.ellerdale.com/trends/films

Klickt man auf „Avatar“, erhält man die real time Kommunikation zum Film in den Communities…
Diese lässt sich übrigens auch in eine Website einbinden…

2. Google Real Time Search (&tbs=rltm:1)

Google hat macht es mit „latest results“ nach bzw. hat eine wahrscheinlich schon längst durchdachte Lösung dazu parat, indem man auf Suchergebnisseiten die Funktionalitäten „Show options“ nutzt:

noch einfacher: man bemüht einfach den Zusatz:“&tbs=rltm:1“ hinter der URL einer Ergebnisseite:
http://www.google.at/webhp?hl=en#hl=en&source=hp&q=fp%C3%B6&btnG=Google+Search&aq=f&oq=fp%C3%B6&fp=fc1aa48bbdb2a16c&tbs=rltm:1

Professionelle Tools für Reputation Monitorings:

Radian6 http://www.radian6.com/cms/home
Attentio http://www.attentio.com/
Onalytica http://onalytica.com/
Wavematrix http://www.wavemetrix.com/

Österreichische Dienstleister:

MelvilMediaMood http://www.melvilmediamood.at
Silberball: http://www.silberball.at

Die meisten dieser Tools werden als „buzz tracking tools“ verkauft, die Social Media sites und Blogs abfahren. Melvilmediamood bietet semantisches Monitoring und auch eine qualitative Auswertung von Content, also ob Content positiv, negativ oder neutral zu einem Begriff zu verstehen ist. Ein interessantes Projekt zum Thema Webmonitoring findet man auch auf:
http://www.thenewpr.com/wiki/pmwiki.php?pagename=PRMeasurement.HomePage

Die digital identity einer Suchmaschine

Brand design und digital identity management am Beispiel Google

Ein Web-Formular als Träger eines milliardenschweren Geschäftsmodelles

Neidlos anerkennen muss man den Erfolg von Google, seiner Suchmaschine und den 100 anderen Diensten und Services, die mittlerweile unter dem Dach des Online-Giganten zur Verfügung stehen.

Google - digital brand identity

Google - digital brand identity

Ein kleines Lächeln zauberte mir heute die Einstiegsmaske ins Gesicht, nicht weil ich Strichcodes so gerne habe, sondern weil sich daran auch ein schönes Beispiel für digital identity bzw. brand design ablesen lässt. Auf der Startseite meines Firefox Browsers hat sich Google nämlich in so mannigfaltiger Weise eingebrannt, dass es –  selbst ohne Google Logo – keine Probleme mit der Wiedererkennung gibt. „Digital Brand Marketing“ wäre wohl der richtige Ausdruck für jene Wissenschaft, die Marketing Leute, Designer und Programmierer gleichermaßen fordert.

Der beispielhafte Screen zur Google Startseite vom 07.10.2009 dient vielleicht als kleines Lehrbuch dazu.

Interessante Links zum Thema digital identity:

World identity lab – moodley
Wikipedia – brand management
Username-Check – wer ist mit meinem Namen registriert?

Mit EINEM Blog den Ruf ruiniert…

Über die Leichtigkeit der Verleumdung „per Blog“ im Web

Es passiert jeden Tag. Eine Person will einer anderen Böses und das Internet bietet sich als Plattform dafür besser, als jedes andere Medium auf der Welt. Immerhin verspricht die digitale Welt der Avatare und Nicknames Anonymität nicht nur für User, die illegal Inhalte downloaden wollen, sondern auch für jene, die Gerüchte in die Welt setzen möchten, um jemandem zu schaden, sprich – die Reputation im Internet zu zerstören.

Freilich – die meisten denken, das Netz bietet volle Anonymität und jene, die unvorsichtig verleumden, sind nicht des digital reputation managers Feind. Solche User können relativ schnell eruiert und im Notfall vor Gericht gebracht werden. Doch inzwischen ist vielen bewußt geworden, dass die IP-Adresse, also die physikalische Adresse des Computers im Netzwerk Internet, von welchem aus man sich im Netz bewegt, von Diensteanbietern, Providern, aber auch von Weblogbesitzern eingesehen werden kann.

Für letztere bedeutet dies im Falle einer vorsätzlich geplanten Verleumdungsaktion jedoch kein großes Hindernis. Entweder, man benutzt dafür Proxy Scripts, welche die eigene IP-Adresse verschleiern, oder man benutzt – noch einfacher – freie VPN Services

Damit wäre also jedem Tür und Tor geöffnet, selbst von zu Hause aus anonym im Netz Schindluder zu treiben, ohne sich dafür in ein anonymes Webcafe begeben zu müssen.

Das typische, leichte Opfer für Verleumdung im Internet

  • besitzt kein eigenes Weblog, welches seinen Namen enthält (z.Bsp. wilfried.mueller.blogspot.com)
  • hat keine Accounts bei typischen social networks angelegt (xing.com, LinkedIn.com, Facebook, etc…)
  • versucht, seinen Namen nicht im Netz unterzubringen – etwa durch Verwendung von Nicknames in Foren
  • Kommuniziert nicht mit Freunden und Geschäftsparntern / Kollegen im Netz, weil es Angst hat, seinen Namen im Zusammenhang mit unerwünschten Themen wiederzufinden.

Doch genau hier liegt die größte Gefahr begraben. Wer seine eigene Identität im Netz (digitale Identität) nicht pflegt, so wie er das auch im Freundeskreis bzw. im Job macht, läuft Gefahr, verleumderischen Übergriffen blank ausgesetzt zu sein.

Suchmaschinen lieben Blogs….,

egal ob aus positiven, oder negativen Motiven erstellt. Hat also jemand die Absicht, ein typisch leichtes Opfer (siehe oben) zu verleumden, hat er leichtes Spiel.

Das beste Service dazu bietet wahrscheinlich Google selbst, das mit seiner Bloggerplattform www.blogger.com Verleumdern ein schlagkräftiges Werkzeug in die Hand gibt, um jemandes Ruf zu ruinieren. Denn Blogs auf Blogger.com werden von Google gut gereiht in den Suchmaschinenergebnissen.

Gibt es also zu einem Namen keine nennenswerten Einträge im Netz, hat ein Blog, welcher den Namen eines Opfers trägt, beste Chancen, auf Platz eins gereiht zu werden, sucht jemand nach der betreffenden Person im Netz (siehe Bild links).

Google – Datenschutz, kein Schutz für Opfer von Rufschädigung

Die Datenschutzbestimmungen von Google behaupten zwar, dass von Personen, die einen Account bei Google erstellen, Name und E-Mail Adresse gespeichert werden. Zitat von Google Datenschutz… „Wenn Sie sich für ein Google Konto oder andere Google-Services oder Werbung anmelden, die eine Registrierung erfordern, bitten wir Sie um personenbezogene Daten, wie Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Kontopasswort.“

Allerdings wird beim Anlegen eines Blogs auf Google (Blogger.com) nur folgendes abgefragt, also kein Name…

Im Gegensatz dazu ist es Google lange Zeit nicht unangenehm, wenn ein user (die heilige Kuh) einen Blog anlegt, der den Namen einer anderen Person trägt und verleumderische Inhalte publiziert. Obwohl die Content Policy auf Blogger anführt, dass betrügerisches Auftreten als eine andere Person mit der Absicht oder der Wirkung, andere zu täuschen oder zu verwirren, nicht gestattet ist…

Opfer, die sich mit einem solchen Sachverhalt an Google wenden, bekommen erstmals ein Standard-Mail als Antwort in dem es heißt:

„Hello,

Thank you for your note. Please note that Blogger is a provider of content creation tools, not a mediator of that content. We allow our users to create blogs, but we don’t make any claims about the content of these pages….“

Rufschädigung im Internet wird also gerade durch Services und userfreundlicher Richtlinien von Google Tür und Tor geöffnet – ja man könnte im Sinne von Google wohl durchaus behaupten, das Portal zur ganz großen Verleumdungswelt.

Wie man sich vor Rufschädigung (damaged reputation) schützt..

… habe ich zum Teil auf Online Reputation Management – einfache Tipps für Ihre Firma dargelegt. Was für Firmen/Marken gilt, ist natürlich auch für Personen implizit anzuraten.

Ranking und Schmalz, Gott erhalt’s!

Mit „Werenfried“ endlich zur Top Google Platzierung!

Nein, das ist kein Selbstbejubelungsbeitrag. Aber als Spezialist für Suchmaschinenoptimierung ist es schon eine meiner Aufgaben, meinen Namen auf Suchmaschinenergebnisseiten nach vorne zu bringen. Wäre da nicht die harte Konkurrenz in Person des leider schon verstorbenen Paters Werenfried van Straaten, u.a. Gründer der Vereinigung „Kirche in Not„, auch genannt „Speckpater“, weil er in den Nachkriegsjahren seine Padres mit dem Fahrrad und mit Speck und Schmalz voll gepackten Rucksäcken in die Wiederaufbaugebiete schickte.

Ihm verdanke ich auch meinen schönen Vornamen, allerdings war Pater Werenfried ein sehr sehr umtriebiger Missionar und hat daher auch seinen digitalen Footprint im Netz nicht zu schlank ausfallen lassen.

Das Match in den SERPs*

(*SEO-Lexikon 1: Search Engine Result Pages)

Werenfried vs. Werenfried
Werenfried Ressl vs. Werenfried van Straaten im Netz

Eine Suche auf Google nach dem Vornamen „Werenfried“ ergibt folgendes Bild:

Durch den Wettbewerbsvorteil „Eintrag in Wikipedia“, der für Google ein wichtiges Indiz für das Ranking darstellt, haben die heiligen Werenfrieds noch die Nase vorne. Anders sieht es aber aus, wenn man nur „Seiten aus Österreich“ bei Google auswählt. Dann darf ich dort als erster durch’s SERP-Ziel!

Freilich – Pater Werenfried hat seit geraumer Zeit keine Zeit mehr, sich mit dem Thema Linkaufbau** zu beschäftigen, im Gegensatz zu mir. (**SEO-Lexikon 2: Linkaufbau = sich im Netz gut zu verlinken und möglichst wertvolle Links zu seiner eigenen Website zu bekommen – Je mehr, desto höher das Ranking in Suchmaschinen….). Im Jenseits wird er „Weblog“ oder „Linkbuilding“ wohl nur noch entfernt von armen SEO-Seelen vernehmen.

Aber – um mit der Kirche im Dorf zu bleiben – dank des aktuellen PageRank Updates*** (***SEO-Lexikon 3: regelmässige Neubewertung von Websites durch Google) und PageRank 3/10 für www.oaaol.com ist meine digitale Identität wieder „gut“ vertreten.

PS: Sollten Kirchen in Not ihre digitale Reputation im Netz verbessern wollen, Anruf oder Mail genügt!

Ranking und Schmalz, Gott erhalt’s!

Face Search – Gesichtserkennung mit Tücken

Digital reputation management – Lesson 1: Beobachte dich selbst!

Bereits 2007 hat Google in seine Bildersuche heimlich eine Art „Gesichtserkennung“ eingebaut. Auch andere Services bieten mittlerweile Suchabfragen nach Gesichtern an. Wie das funktioniert, anhand zweier Beispiele, die sich durchaus für die Beobachtung der eigenen digitalen Identität im Netz eignen.

Google Bildersuche mit Tücken

Eine Suche nach meinem Nachnamen in der Google Bildersuche ergibt zwar jede Menge Fotos von Personen, die so heissen, wie ich (http://images.google.com/images?q=Ressl), aber natürlich sind auch Bilder dabei, die keine Personen zeigen, etwa das Privatzimmer einer Familie Ressl http://www.webseiten.kraft-consulting.net/mauthausen/images/ressl.jpg

Will man nur Bilder von Personen mit dem eigenen Namen suchen, bietet sich an, den Suchparameter „&imgtype=face“ anzuhängen, also http://images.google.com/images?q=Ressl&imgtype=face.
Seit einiger Zeit ist diese Funktion offiziell integriert, zu finden ist die Funktion auf der Bildersuche im linken Bereich, in dem man bei „Type“ die Funktion „Face“ als Filter benutzt…

Google – Face Search – Updated

face search update funktion - google

face search funktion - google

FaceSaerch – Google Bilder mit coolem Interface und Blogintegration…

Ein noch schöneres Interface und eine Möglichkeit, solche Suchabfragen auch ständig zu beobachten, bietet FACESAERCH an. Unter der ungewöhnlichen Domain www.facesaerch.com (mit AE, da die facesearch Domain schon vergeben ist…) wird man ebenfalls schnell zu seinem eigenen Namen fündig, auch auf Basis von Google Bildern…

Schön dabei ist auch die Möglichkeit, aus einer Suchabfrage ein „Widget“ zu generieren, welches man auf anderen Webseiten einbauen kann. Das sieht dann so aus und beliefert eine Website mit der jeweils aktuellen Suchabfrage….

Control your visual identity on the Net

Damit steht der permanenten Beobachtung des eigenen Antlitzes nichts mehr im Wege und die Gefahr, dass jemand ein unerwünschtes Bild veröffentlicht, kann so mühelos und einfach verfolgt werden. So fällt Ihnen wahrscheinlich schneller auf, wenn ein Bild von Ihnen und mit Ihrem Namen erscheint, das Sie nicht wirklich veröffentlichen wollten (z.bsp. auf Partyseiten, etc..). Die Kontrolle über Ihre Identität im Netz wird somit einen Schritt einfacher.

Journalismus und social media …

Ethische Regeln für Journalisten in social media networks?

Klar – jeder Journalist ist an gewisse Standards gebunden, wenn er seine Arbeit ernst nimmt. Qualitätsjournalismus bedeutet unter anderem, journalistische Sorgfalt walten zu lassen. Was in diversen Kodizes bzw. im Presserecht festgeschrieben ist, lässt sich aber oft nicht 1:1 für das Verhalten von Journalisten in sozialen online Networks (gemeinhin als Social Media bezeichnet) ummünzen. Die New York Times etwa rät Mitarbeitern auf Facebook und Co um spezielle Vorsicht, um deren Unabhängigkeit zu gewährleisten. Etwa wird dabei geraten, den Bereich „politische Ansichten“ im personal profile nicht zu befüllen.

Auch das renommierte Poynter Institute hat in Zusammenarbeit mit Journalisten eine Art Guide für das Verhalten von Journalisten in social networks erarbeitet. Übersetzt hat den englischen Artikel Kirstin Marquardt für die Akademie für Publizistik Hamburg.

thanks to Bill Mitchell, Geoffrey Holman/iStockphoto

thanks to Bill Mitchell, Geoffrey Holman/iStockphoto

Zitat: Journalisten nutzen soziale Netzwerke unter professionellen Gesichtspunkten, oder zum reinen Privatvergnügen. Dritte vermischen beide Ebenen. Es wird zunehmend schwierig, persönliche Seiten in sozialen Netzwerken vollkommen umfassend privat und geschlossen zu halten. Deshalb werden auch Journalisten erkennen müssen, dass alles, was sie unter ihrem Namen in Facebook oder auf MySpace veröffentlichen, das Potential hat, ihren Ruf und in der Folge auch die Glaubwürdigkeit ihrer Redaktion zu beeinflussen (Anmerkung Werenfried Ressl: so wie bei anderen Mitarbeitern eines Unternehmens auch…)

Links zu den Original Artikeln:

Auf Deutsch
>> http://www.akademie-fuer-publizistik.de/magazin/blog/detailseite/article/empfehlungen-fuer-journalisten-in-sozialen-netzwerken/

In English:
>> http://www.poynter.org/column.asp?id=67&aid=156905