Google Suggest - Arschbacke vs. Arschloch
Google-Saubermann-Image schlägt auf Suggest Service durch!
Vielen ist es wahrscheinlich schon aufgefallen: Google hat seine Funktion “Suggest” nun auch auf Google.at implementiert, zuvor war konnte man bereits auf .com während des Tippens eines Suchworts beliebte Stichworte, die ein entsprechendes Präfix besitzen, mit geschätzten Trefferzahlen einsehen.

Den meisten könnte das Service eine Hilfe sein, denn es werden damit erstens Suchanfragen mit Rechtschreibfehlern verringert, was die Treffer logischer macht. Und zweitens beziehen sich die Suggests auch auf den physischen Standort des Users, die Vorschläge sind je nach Domain und Sprache verschieden.
Tippt man in etwa in UK [liver], nimmt Google an, dass man auf der Suche nach FC Liverpool ist, während man in US mehr Suggests für Leberkrankheiten findet, erklärt ein Google Produktmanager, bei Google nennt man das dann “local flavour”.
So weit so gut - doch was heisst das in weiterer Folge für Provider von Inhalten bzw. Suchmaschinenoptimierungen?
1. Bewusste Implementierung von falsch geschriebenen Keywords
Diese gehört wohl bald der Vergangenheit an, denn Google schlägt ja automatisch die Begriffe vor, die den Rechtschreibregeln entsprechen und am öftesten indiziert sind.
2. Verwendung von lokalen Begriffen
Die lokale Anpassung gewinnt wieder an Bedeutung, wodurch es aber schwieriger wird, Seiten mit überregionalen Formulierungen anzupassen. Etwa geht man als “österreichische” Seite mit dem Begriff “Gelsenschutz” in Deutschland unter, weil eben dort Mückenschutz gängiger ist.
3. Jugendfrei - bad word index
Natürlich werden Schimpfwörter bzw. nicht jugendfreie Keywords bewußt ausgeblendet. Das hat für Kinder, die mit 10 schon eifrig surfen natürlich Vorteile, weil sie so nicht auf dumme Gedanken bei der Suche nach [Kinderportal] kommen. Jedoch wundert es doch ein wenig, dass man 40.000 [arschbacke] den 780.000 [arschloch] Ergebnissen
vorzieht.
Sauber sauber.





Versuchen Sie, in einer Suchmaschine genau nach diesen Begriffen zu suchen. Wie geht das? Wenn Sie einen Begriff, der aus mehreren Wörtern besteht, suchen möchten, versehen Sie die Kombination mit “Anführungszeichen”, etwa so:
Auch hier erhöht sich die Aufmerksamkeit für das Ergebnis enorm, daher muss geraten werden, bei Ergebnisseiten, die Brancheninfos bieten, entsprechend präsent zu sein. 





Früher wurden hier nur drei, oder vier Treffer angezeigt, seit einiger Zeit sind es zehn, wie im Screenshot ersichtlich. Von A-J rutschen hier jene Agenturen rein, die sich im Branchendienst von Google angemeldet haben.